Schlagwort-Archive: Science Fiction

Star Trek

Der neue Star Trek ist ist so vielfacher Hinsicht großartig, dass ich das hier gar nicht ausreichend beschreiben kann. Es ist wohl die undankbarste Aufgabe, einer solch gewaltigen Serie in einem derart ausformulierten Universum neues Leben einzuhauchen – Star Trek war so tot. Und J.J. Abrams ist es gelungen entlang der alten Sujets und Figuren kein Prequel, sondern eine Parallelwelt zu schaffen, die sich so dermaßen logisch in den Kontext einfühlt, dass selbst die ärgsten Pessimisten unter den Trekkies den Film zumindest interessant fanden.

Der Cast ist toll. Chris Pine spielt James T. Kirk so überzeugend echt, selbst sein Kampfstil erinnert an die alte allererste Star Trek-Serie. Einzig die Besetzung von Zulu fällt ab und ist auch fast komplett aus dem Drehbuch rausgeschnitten worden. Die Story ist mit Verve extrem schnell und Actionreich und trotzdem komplex und mit wahnsinnig vielen Insider-Witzen. Fantastisch.

Den einen Punkt Abzug vergebe ich nur, weil man als Außenstehender einfach nicht so gut in diesen Film reinkommt. Man muss schon recht Firm sein mit der Story rund um das Raumschiff Enterprise.

Meine Wertung: ★★★★★★★★★☆ 

Sky Captain and the World of tomorrow

Neulich hab ich mal wieder Sky Captain and the World of Tomorrow im Fernsehen gefunden. Ich mag den Film, obwohl er auf der IMDB nicht gerade gut wegkommt.

Regisseur Kerry Conran hat eine tolle Optik gefunden, die viel besser wirkt als Zack Snyders Sin City und Co. Und zudem hat er ein paar echte Knaller-Schauspieler gewonnen für diesen Film: Gwyneth Paltrow, Jude Law, Angelina Jolie! Nicht schlecht für ein Erstlingswerk.

Es ist auch wieder schön steampunkig – mit Zeppelinen und Doppeldeckern gegen den bösen Ex-Nazi Totenkopf mit seiner Mega-Androiden-Armee. Aber bitte nicht davon abschrecken lassen, Gwyneth Paltrow sorgt auch für einige romantische Momente. Er liegt wohl irgendwo zwischen Indiana Jones und V wie Vendetta

Meine Wertung: ★★★★★★★★☆☆ 

Hell

Am 22. September kommt eine Kuriosität in die deutschen Kinos. Ein deutscher Science Fiction-Thriller!

Mensch, was freu ich mich, dass hier endlich mal wieder ein paar Visionäre hinter den Kameras stehen. Nach Die kommenden Tage also erneut eine überraschender Plot – zumindest für das deutsche Kino. Im Jahre 2016 hat es seit Jahren nicht mehr geregnet, die Sonne brennt, die Ernten fallen aus. Staat & Gesellschaft sind längst zerfallen. Ein düsteres Szenario, aber ein helles Artwork …

Source Code

Ich liebe ja Jake Gyllenhall seit Donnie Darko, und deshalb hab ich mir den Film Source Code mit eher geringen Erwartungen an die Story angeschaut. Der Einstieg in den Plot ist auch etwas hakelig. Der US-Army Pilot Colter Stevens (Jake Gyllenhall) wacht in einem Zug auf und ist offensichtlich nicht er selbst. Er versucht zu verstehen, was vor sich geht und 8 Minuten später fliegt der Zug in einem Terroranschlag in die Luft.

Nun erwacht er in einer Kammer, eine Offizierin erklärt ihm, er sei auf einer Spezialmission. Er könne jeweils 8 Minuten in ein Gedankenabbild eintauchen, das von Opfern des Anschlags aus ihrem Kurzzeitgedächtnis gewonnen wurde. Und schwupps wird er wieder dorthin geschickt … er soll den Täter ausfindig machen, denn der droht mit einem zweiten Anschlag.

Was ein wenig absurd klingt, hat eine ganze Menge erzähltechnischen Charme. Und die Auflösung der eigentlichen und eigentümlichen Umstände, ist am Ende für den Zuschauer zwar nicht überraschend, aber konsequent und auch neu. Mir hat’s sehr gefallen – haarscharf an den 9/10 Punkten vorbei geschrammt.

Meine Wertung: ★★★★★★★★☆☆ 

Super 8

J.J. Abrams, der Macher von Lost, Alias und Cloverfield, sowie Regisseur der neuen Star Treck Reihe, macht einen Film, der sowohl Mysterie als auch und nicht zu letzt Hommage an den (Produzenten) Steven Spielberg und seinen Kultfilm E.T. ist.

Er spielt 1979 und seine Charaktere sind 13 Jahre alt und drehen auf Super 8 einen Zombie-Film, als ihnen etwas Außerirdisches in die Quere kommt. J.J. Abrams war 1979 auch 13 Jahre alt. Niemand versteht es derzeit Mysterie so nah an der Realität zu bauchen und sie mit ihr zu verweben. Dazu gehören auch immer wieder virale Marketing Kampagnen auf höchsten Niveau oder Alternate Reality Games, die offline in der realen Welt vonstatten gehen.

Super 8 selbst scheint die Erwartungen nicht wirklich zu erfüllen. Er ist seit kurzem im Kino und ich hoffe ich komme nächste Woche dazu ihn mir mal anzuschauen. Ich bin jedenfalls sehr gespannt.

Hier schon einige Reviews aus der Blogger-Szene:
fuenf-filmfreunde.de
moviejunkies.de
film-panorama.de

Öffne die Augen

Alejandro Amenábar hat mit Eduardo Noriega bereits seinen allerersten Spielfilm Tesis gedreht, und dann folgte 1996 der Film Abre los ojos mit der bezaubernden Penélope Cruz. Eigentlich will ich nicht allzu viel über den Film sagen, denn dann würde man ihm seine Spannungsmomente nehmen, denn Öffne die Augen (wie der Film auf deutsch heißt) lebt von seinen Wendungen und Drehungen.

Der Yuppie César (Eduardo Noriega) hat alles und bekommt alles, was er will. Das ist irgendwie unheimlich.

Alejandro Amenábar entspinnt die Story so gekonnt, dass man im sogleich bat, den Film nocheinmal als Hollywood Produktion zu drehen. Er sagte ab, verkaufte aber die Rechte und der Film wurde als Vanilla Sky mit Tom Cruise und nochmal Penélope Cruz verfilmt. (Dort haben sich die beiden kennen und lieben gelernt.) Er selbst filmte mit dem Geld aus Hollywood 2001 mit Nicole Kidman (sic!) The Others und zuletzt mit Javier Bardem Das Meer in mir.

Wie gesagt, ich kann und will nicht zuviel über diesen Thriller verraten, aber er hat eine klare Empfehlung von mir.

Meine Wertung: ★★★★★★★★★☆ 

Watchmen – Die Wächter

Sed quis custodiet ipsos custodes?*

Watchmen galt als unverfilmbar – weniger Comic und mehr Graphic Novel. Und dennoch ist Zack Snyder (300, Sin City) etwas ganz großes gelungen. Wenn man ihm bei 300 noch vorwerfen konnte sich ein Stoff gesucht zu haben, der nicht gerade vor Abwechlungsreichtum erstrahlt, dann ist hier das Gegenteil der Fall. Die Geschichte der Watchmen, eine Gruppe von quasi Paramilitärs und Polizisten, die dank viel Technik und Kostümen seit den 1930er Jahren als Superhelden aufgebaut werden und nun schon in der zweiten, spielt in einer alternativen Realität. Nur ganz wenige von ihnen (wie Dr. Manhatten) haben tatsächlich Superkräfte.

Das macht diese Superhelden-Story so besonders – zudem: mittlerweile sind die Watchmen von Richard Nixon abgesägt worden, nachdem sie noch den Vietnam-Krieg für die USA entschieden haben. Aber nun 1985 steht nicht nur die Welt vor einem Atomkrieg, sondern auch die Watchmen, großtenteils in Rente, sehen einer Gefahr entgegen, die mit der Ermordung des „Comedian“ beginnt.

Die Story ist so abgefahren, da kommt gerade mal Frank Herberts Wüstenplanet-Saga noch mit. Unfassbar komplex und detailverliebt. Eigentlich muss man Wikipedia offen, während man dem Film guckt. Auf jeden Fall wahrscheinlich eine der besten Comicverfilmung überhaupt. Und die Romanvorlage stammt übrigens von Alan Moore (V wie Vendetta, Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen).

Meine Wertung: ★★★★★★★★★★ 

*„Aber wer wird über die Wächter selbst wachen?“

Melancholia

Diese Bildgewalt ist man ja mittleweile gewohnt von Lars von Trier den enfant terrible des europäischen Films („Ok, I’m a nazi.“). Er hat sich damit soweit weg bewegt von den Dogma-Projekten mit Handkamera und ausschließlich natürlichem Licht, dass es eigentlich schon ein wenig schmerzt.

Aber nach Filmen wie Idioten, Breaking the Waves, Dancer in the Dark und Dogville würde man ihm fast alles verzeihen. So richtig verzeihen muss man ihm bei Melancholia wohl aber nicht viel, folgt man den ersten Eindrücken. Mit Kirsten Dunst und Charlotte Gainsbourg hat er zwei großartige Hauptdarstellerinnen gefunden. Das Szenario nichts geringeres als der Weltuntergang (!). Das schau ich mir doch gerne an.

Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt

Und wieder ein Film aus der Kategorie „Sinnlose deutsche Subtitel“. Es ist ein Klassiker des Genres und Ridley Scott hat H.R. Giger ein ewiges Denkmal für sein Alien-Design aufgestellt.

Und überhaupt, es ist die erste weibliche Hauptfigur, die einen Science Fiction als alleiniger Charakter überlebt – Sigourney Weaver. Und deshalb wird sie auch immer wieder besetzt in ScFi-Rollen, in denen sie nicht nur ein Zitat ihrer selbst ist (Galaxy Quest). Der Kampf gegen die unergründliche Tötungsmaschine aus einer anderen Welt, war so faszinierend, dass noch 3 Teile folgen sollten. Zum Teil sogar besser als der Erstling.

Es ist ein Meilenstein der SciFi-Horrors, und er läuft nur noch auf kabel1 im Nachtprogramm. Irgendwie schade, irgendwie aber gut dass es immerhin da läuft.

Meine Wertung: ★★★★★★★★☆☆