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Star Trek

Der neue Star Trek ist ist so vielfacher Hinsicht großartig, dass ich das hier gar nicht ausreichend beschreiben kann. Es ist wohl die undankbarste Aufgabe, einer solch gewaltigen Serie in einem derart ausformulierten Universum neues Leben einzuhauchen – Star Trek war so tot. Und J.J. Abrams ist es gelungen entlang der alten Sujets und Figuren kein Prequel, sondern eine Parallelwelt zu schaffen, die sich so dermaßen logisch in den Kontext einfühlt, dass selbst die ärgsten Pessimisten unter den Trekkies den Film zumindest interessant fanden.

Der Cast ist toll. Chris Pine spielt James T. Kirk so überzeugend echt, selbst sein Kampfstil erinnert an die alte allererste Star Trek-Serie. Einzig die Besetzung von Zulu fällt ab und ist auch fast komplett aus dem Drehbuch rausgeschnitten worden. Die Story ist mit Verve extrem schnell und Actionreich und trotzdem komplex und mit wahnsinnig vielen Insider-Witzen. Fantastisch.

Den einen Punkt Abzug vergebe ich nur, weil man als Außenstehender einfach nicht so gut in diesen Film reinkommt. Man muss schon recht Firm sein mit der Story rund um das Raumschiff Enterprise.

Rating: ★★★★★★★★★☆ 

Night on Earth

Ein Klassiker des Arthouse Films habe ich diese Woche aus meiner Filmsammlung ausgegraben. Night on Earth ist ganz großes Kino irgendwie. Fünf Episoden, fünf Taxifahrten in Los Angeles, New York, Paris, Rom und Helsinki. Eine Nacht voll mystischer Momente und Situationskomik. Roberto Begnini spielt den römischen Taxifahrer, der seinen klerikalen Fahrgast durch lasterhafte Dauergeplauder mit großer Geste in die tödliche VErzweiflung treibt ebenso großartig wie Armin Müller-Stahl den Ost-Deutschen in New York wenige Tage nach der Wende, der noch nie ein Automatik-Getriebe gefahren hat.

Große und kleine Sehnsucht, die Tragädien und die Freuden des Alltags ohne große Spannungsbögen. Regisseur Jim Jarmusch begründet seinen Weltruhm auf diesem Kleinod. Alle anderen Episodenfilme müssen sich an ihm messen.

Rating: ★★★★★★★★★★ 

Weitere Links:
filmzentrale.com
film-rezensionen.de
postpoeia.wordpress.com

Black Swan

Nochmal Black Swan. Wir haben den jetzt im Kino angesehen und es war echt toll. Dass er so gut ist, damit hätte ich nicht gerechnet. Meinetwegen hätte der CGI-Einsatz noch ein wenig subtiler sein können. Aber das ganze war optisch und vom Sujet her absolut stimmig. Daumen hoch und 10 Punkte von mir.

Die Darstellung der Körperlichkeit hat mich besondes beeindruckt. Das ganze erinnerte mich an Filme des Regisseurs David Cronenberg, der ja auch immer sehr plastisch mit Körperwelten gearbeitet hat (z.B. eXistenZ). Aber Darren Aronofsky macht das ganz großartig – und Natalie Portman und Mila Kunis (bekannt durch die Serie Die Wilden 70er und übrigens die Stimme von Meg Griffin in Family Guy) sind auch ein tolles Paar. 😉

Rating: ★★★★★★★★★★ 

Black Swan

Mit einer Wahnsinns-IMDB-Wertung von 8.6 geht dieser Film ins Rennen um die Oscars. Man glaubt ja nicht, dass ein Ballet-Tänzer-Thriller so einen Eindruck auf ein Massenpublikum machen kann, aber der Trailer ist gigantisch.

Am 20. Januar kommt der Film hierzulande in die Kinos. Bin gespannt, ob er auch hier überzeugen kann. Darren Aronofsky hat ja zuvor mit Requiem for a Dream einen Arthouse Klassiker und mit The Wrestler einen Film über alle Genregrenzen hinweg arrangiert. Das sind natürlich keine schlechten Voraussetzungen und der Film wurde auch gleich als bestes Drama für die Golden Gloges nominiert und auch Natalie Portman ist für ihre Hauptrolle nominiert worden.