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Krabat

Für mich war KRabat vor drei JAhren eine der Überraschung des deutschen Films. Für mich ist Krabat ein grandioser Film. Mit einer niemals ins lächerliche oder unglaubwürdige abrutschenden düsteren Filmästhetik, lässt der Film eine lausitzische Mystik auferstehen, die ich so niemals in Deutschland erwartet hätte.

Dabei geht Regisseur Marco Kreuzpaintner niemals auf Schockeffekte ein, sondern behält immer das große Ganze, die Athmosphäre im Blick. Noch dazu ist das Who-is-who der deutschen Jungschauspieler engagiert worden: Daniel Brühl, David Kross, Robert Stadlober. Das sind genau die Filme, die für mich die gesteigerte Qualität des deutschen Kinos symbolisieren. Vor 8 Jahren wäre dieses Thema noch ins Märchenhafte verkitscht worden.

Rating: ★★★★★★★★☆☆ 

Anderland

Na, da hab ich mir ja mal wieder einen Film ausgeguckt. Irgendwie hat mich der Titel angesprochen. Aber gesprochen ist schon ein super Stichwort. Das wird nämlich in dem schwedischen Film wenig.

Es geht um eine jenseitige Welt, so wird zumindest suggeriert. Dort gibt es keine Gefühle, keine Geschmäcker, alles ist gleich. (Ohne dass, das eine politische Geschichte wäre.) Komisch, dass unserem Protagonisten, dem wir folgen, irgendetwas zu fehlen scheint. Die Menschen reagieren für ihn merkwürdig, auf Verletzungen erfolgt so eine Art regenerative Wiedergeburt. Der Tod scheint keine Option zu sein.

Spannend wird es erst, als er einen Riss in seiner Welt findet, die zu unserer führt, doch dann dauert Anderland auch nur noch 10 Minuten. Wer auf Surrealismus steht (wie ich manchmal), der kann sich das schonmal anschauen. Alle andere werden nach 10 Minuten ein großes Fragezeichen über dem Kopf schweben und nach 20 Minuten aufgegeben haben.

Rating: ★★★★★☆☆☆☆☆