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Öffne die Augen

Alejandro Amenábar hat mit Eduardo Noriega bereits seinen allerersten Spielfilm Tesis gedreht, und dann folgte 1996 der Film Abre los ojos mit der bezaubernden Penélope Cruz. Eigentlich will ich nicht allzu viel über den Film sagen, denn dann würde man ihm seine Spannungsmomente nehmen, denn Öffne die Augen (wie der Film auf deutsch heißt) lebt von seinen Wendungen und Drehungen.

Der Yuppie César (Eduardo Noriega) hat alles und bekommt alles, was er will. Das ist irgendwie unheimlich.

Alejandro Amenábar entspinnt die Story so gekonnt, dass man im sogleich bat, den Film nocheinmal als Hollywood Produktion zu drehen. Er sagte ab, verkaufte aber die Rechte und der Film wurde als Vanilla Sky mit Tom Cruise und nochmal Penélope Cruz verfilmt. (Dort haben sich die beiden kennen und lieben gelernt.) Er selbst filmte mit dem Geld aus Hollywood 2001 mit Nicole Kidman (sic!) The Others und zuletzt mit Javier Bardem Das Meer in mir.

Wie gesagt, ich kann und will nicht zuviel über diesen Thriller verraten, aber er hat eine klare Empfehlung von mir.

Rating: ★★★★★★★★★☆ 

Pans Labyrinth

Hellboy Regisseur Guillermo del Toro hat mit Pans Labyrinth ein grandioses Meisterwerk geschaffen. Fälschlicherweise wurde der Faun, um den es im Originaltitel noch geht, in einen Pan verwandelt. Für einen Fantasy-begeisterten Menschen werden das ganz andere Assoziationen geweckt. Und alles nur, weil „faun“ im Englischen zu ähnlich einem „fawn“ (Rehkitz) klingt.

Der Film spielt 1944 im faschistischen Spanien und ist anders als die Cinematographie und das Bühnenbild suggerieren mag äußerst brutal und düster. Ein Mädchen flüchtet sich in eine surreale Fantasiewelt und muss dort zahlreiche Aufgaben erfüllen. Die Realität zwischen Partisanenkampf und Gewaltdiktatur ist einfach zu brutal für sie.
Ich hab ihn damals schon im Kino gesehen. Und irgend ein Programmdirektor meinte wohl er würde gut zu Weihnachten passen und packte ihn ins Fernsehprogramm am 1. Weihnachtsfeiertag. Tut er natürlich nicht. Aber er ist trotzdem großartig. Nur halt nichts für schwache Nerven. Viel Blut.

Rating: ★★★★★★★★★☆ 

8 Blickwinkel

8 Blickwinkel hält genau das nicht, was der Titel eigentlich verspricht: 8 subjektive Stories eines Ereignisses – Pustekuchen. Eigentlich ist es nur die Kamera die jeweils andere Personen zur gleichen Zeit an leicht anderen Orten begleitet. Das ist wenig. Dabei ist die Grundidee noch erkennbar.

Medienkritik am klassischen sich selbst zensierenden und beschränkenden Fernsehjournalismus, ein Hoch auf die Subjektivität. Wie man das dann mit minutenlangen Verfolgungsjagden, die ich vielleicht mit 15 noch toll gefunden hätte so derart kaputt machen kann, fraglich.

Angucken kann man sich ihn trotzdem wie ich finde. Auch wenn 90 Minuten nicht annähernd reichen um 8 Blickwinkel angemessen tiefgründig zu erzählen.

Rating: ★★★★★★☆☆☆☆