Schlagwort-Archiv: Liebesfilm

Warm Bodies

warm-bodiesIch denke, wenn man einen Zombie-Liebesfilm macht, in dem sich ein Zombie in ein hübsches junges Mädchen verliebt, dann muss man eine ganze Menge Abstriche machen, was die Konsistenz der Handlung angeht. Und so ist es auch bei Warm Bodies.

Ich muss sagen, die Ich-Perspektive des Zombies, der sich verliebt – das ist auf jeden Fall ganz witzig und auch sehr gut umgesetzt. Ansonsten ist die Handlung natürlich 08/15-Ware, aber recht unterhaltsames Popkorn-Kino mit eher mittlerem Gruselfaktor. Nicholas Hoult spielt den namenlosen Zombie mit dem echten Gefühlsleben und Teresa Palmer das Mädchen. Insgesamt fand ich den Film recht okay, aber ich habe auch nicht so viel erwartet.

Rating: ★★★★★★★☆☆☆ 

Warm Bodies
(2013)
Warm Bodies poster IMDB-Rating: 6.9/10 (163046 votes)
Regisseur:
Jonathan Levine
Autor: Jonathan Levine (screenplay), Isaac Marion (novel)
Schauspieler: Nicholas Hoult, Teresa Palmer, Analeigh Tipton, Rob Corddry
Laufzeit: 98 min
Genre: Comedy, Horror, Romance
Release Datum: 1 Feb 2013
Inhalt: After a highly unusual zombie saves a still-living girl from an attack, the two form a relationship that sets in motion events that might transform the entire lifeless world.

High Fidelity

Stephen Frears hat sich nicht gewehrt. Zumindest nicht stark genug als die Drehbuchschreiber den Film High Fidelity nach Chicago umschrieben, obwohl der Roman von Nick Hornby doch so britisch war. Schade. Aber ansonsten ist das Ergebnis immer noch ein großartiger Film.

Der selbstverliebte Loser Rob Gordon, der vermeintlich nichts weiter zustande gebracht hat als Besitzer eines Plattenladens zu sein, und mehrere zerbrochene Beziehungen, auf die er zurückblicken kann. John Cusack spielt ihn großartig arschig. Er versteht gar nicht, wenn er seine Ex-Freundin Laura immer wieder aufs Neue hintergeht. Und trotzdem schafft Hornby/Frears, dass nicht zuviel moralische Distanz zwischen Zuschauer und Rob entsteht.

Ich hab den Film 2000 in einer Sneak Preview gesehen. Das war damals also einer meiner wenigen Sneak Glücksgriffe.

Rating: ★★★★★★★★☆☆ 

Alles, was wir geben mussten

Keira Knightley, Carey Mulligan, Andrew Garfield – allesamt tolle Schauspieler. Selbst in den Nebenrollen noch vorzüglich besetzt (z.B: mit Sally Hawkins). Eine herausragende Story von der Romanvorlage (Kazuo Ishguro) leicht in die Vergangenheit gesetzte Science Fiction. Einfach ein toller Film.

Die Prüderie und Strenge der 60er vermischt sich hier mit dem beklemmenden Gefühl, die eine GEsellschaft der zwei Klassen erzeugt. Hier existieren Menschen, die nur Ersatzteillager sind. Sie wachsen heran, gehen in abgeschiedene Schulen und lernen zu gehorchen, aber sie verlieben sich auch, und doch sollen sie keine Seele haben. Ein grausames System, dass jedoch weder von Protagonisten noch von der filmischen Ästhetik jemals direkt angegangen wird. Stattdessen konzentriert sich die Erzählung auf das Drama im Kleinen, was aus diesen Menschen, den lebenden Ersatzteillagern wird. Eine großes Literaturverfilmung!

Rating: ★★★★★★★★★☆ 

What a man

Matthias Schweighöre ist ja ein schauspielerisches Ziehkind von Till Schweiger und der hat ja zuletzt als Autor (mit Co-Autor) und Regisseur (mit Co-Regisseur) so ziemlich alles an seinen Filmen selbst gemacht. Ja, und Matthias wollte da wohl nicht hinten anstehen. Auch er hat bei seinem neuen Film What a Man gleich mal Regie geführt (mit einem Co-Regisseur).

Gut, jetzt sind die Schweiger/Schweighöfer-Filme nicht unbedingt ein Hort von Kreativität und eher Unterhaltungskino, von daher muss man auch Abstrich an die eigene Erwartungshaltung machen. Und dann muss man sagen, geht die romantische Kindergarten-Freundschaft wird zur Liebe-Story gerademal noch so durch. Das Highlight ist eher wie sympathisch und erholsam Klischeefrei die Stadt Frankfurt als Kulisse inszeniert wird. Und auch Multikulturalität ist in dem Film zwar da, aber nie Thema. Diese Unaufgeregtheit fand ich doch sehr bemerkenswert, täuscht aber nicht so wirklich über die Schwächen in der Handlung hinweg.

Rating: ★★★★★☆☆☆☆☆ 

Freundschaft plus

Vor Freundschaft plus hatte ich fast ein wenig Angst. Der Trailer war sehr vulgär, gleichzeitig die Filmbeschreibung aber sehr auf Liebesfilm getrimmt. Das sind jetzt beides nicht meine absoluten Faves. Noch dazu der Filmtitel … aber der Originaltitel „No Strings Attached“ ist auch nicht besser.

Es geht um einen Mann (Ashton Kutcher), der eine Frau gut findet (Natalie Portman in ihrer ersten Rolle nach Black Swan), die sich aber nicht binden möchte – und deshalb konstruieren sie sich eine Freundschaft plus Sex. Das geht natürlich wider Erwarten auf Dauer nicht gut.

Btw, Greta Gerwig (Greenberg) spielt als Freundin von Natalie Portman wieder einmal eine Rolle … ich verstehe sie einfach nicht. Das ist gut und super authentisch, mal sehen, wann sie mal eine größere Rolle bekommt.

Rating: ★★★★★★☆☆☆☆ 

Ein gutes Jahr

Ein schnulziger Liebesfilm mit 08/15-Story, dazu noch mit Russell Crowe, den ich nun gar nicht mag, und eine Literaturverfilmung: nicht gerade beste Voraussetzungen dafür, dass ich diesen Film mag. Und mögen ist auch zuviel gesagt, aber irgendwie finde ich ihn nicht konmplett schlecht.

Als ein selbstverliebter Londoner Finanzmensch von seinem verstorbenen Onkel ein Chateau in Südfrankreich erbt, in dem er selbst als Kind seine Sommerferien verbrachte, will er es zunächst verkaufen. Doch als er das mittlerweile leicht heruntergekommene Anwesen besichtigt (und seinen Rückflug verpasst), seinen Job verliert und viele nette Menschen kennenlernt, bleibt er einfach dort an diesem Ort seiner Kindheit. Auch wegen einer Frau…

Ja ja, wie gesagt, Schnulzenalarm!

Rating: ★★★★★★☆☆☆☆ 

Der Mann, der kopierte

An wie viele brasilianische Filme kann ich mich erinnern, die ich gesehen habe? Also jetzt aus Die Stadt Gottes. Da bleibt nicht mehr viel übrig. Der Mann der kopierte handelt von einem jungen Mann in Porto Alegre, der nur als Bedienung eines Kopiergerätes eine Anstellung findet.

Dennoch hat er natürlich alle menschlechen Bedürfnisse und Empfindungen wie wir auch. Er verliebt sich in eine Nachbarin, die er durch ein Fernglas beobachtet. Er folgt ihr – sie arbeitet in einem Bekleidungsgeschäft. Dort etwas zu kaufen, kann er sich nicht leisten, doch wie soll er sie ansprechen. Ein neuer Farbkopierer auf der Arbeit bringt ihn auf eine kriminelle Idee.

Schöne Geschichte, etwas langatmig umgesetzt, obwohl recht spritzig. Das ganze wirkt nicht so richtig „wie aus einem Guss“, ist aber eine schöne Abwechslung zum Hollywood-Kino.

Rating: ★★★★★★★☆☆☆ 

Adventureland

Jesse Eisenberg drehte fast zeitgleich zu der Zombiekomödie Zombieland den Film Adventureland des Superbad-Regisseurs Greg Mottola, der trotz der Namensähnlichkeit keine weiteren relevanten Kontaktpunkte hat.

Eigentlich ist Adventureland eine klassische Jugendromanze, die Story kennt man schon. Außenseiter (Jesse Eisenberg als Ferienjobber in einem Freizeitpark) verliebt sich in schönes Mädchen (Kristen Stewart), das schön etwas mit einem Älteren laufen hat. Dann enttäuschte Liebe, und und und …

Aber das ganze ist doch sehenswert, und Jesse Eisenberg ist wie auch … wirklich gut anzusehen, dass auch diese Rolle zu ihm passt. Und mal ehrlich: ich glaube jeder Film mit Just like Heaven als Filmmusik würde von mir 10 von 10 Punkten bekommen. 😉

Rating: ★★★★★★★★★★ 

Eiskalte Engel

Gestern gab es auf – ich glaube – Kabel1 einen Eiskalte Engel Abend. Mit Eikalte Engel, Eiskalte Engel 2 und Eiskalte Engel 3 habe sie mich zwar nicht dazu gebracht auch nur daran zu denken den zweiten oder dritten Teil zum ersten mal anzuschauen. Ich weiß nur, den ersten Teil, dieses Remake eines 60er Jahre-Films, fand ich immer sehr gut. Ich hab den damals glaube ich in einer Sneak Preview Vorstellung gesehen. Und damals fand ich auch Sarah Michelle Gellar a.k.a. Buffy die Vampirjägerin noch toll. 😉

Und natürlich Selma Blair – die ist noch immer toll. 😉 Und dann gab es ja diesen Kuss zwischen Buffy und Selma Blair, der damals den MTV Movie Award für den besten Filmkuss 1999 gewonnen hat…

Und wie kino-vorschau.com richtig schreibt, darf der Soundtrack eigentlich in keinem CD-Regal fehlen. Einfach genial.

Rating: ★★★★★★★★☆☆ 

Links:
tv.germanblogs.de
kino-vorschau.com
film.edelight.de

I love You Phillip Morris

Gerechnet hätte ich ja mit einem Film wie Thank you for Smoking. Bekommen haben ich ein Glanzlicht des amerikanischen Gay-Films dieser Tage. Jim Carrey in einer Charakterrolle. Als liebender Ehemann, der seine Berufung findet als schwuler Sunnyboy, sich einen Lebensstil leistet, den er sich nicht leisten kann, und deshalb zum Conman wird. Im Gefängnis lernt er Phillip Morris (Ewan McGregor) kennen, in den er sich unsterblich verliebt … irgendwie süß!

Rating: ★★★★★★★☆☆☆ 

Links:
blogausbock
Filmriss – Uni Leipzig
filmjournalisten.de
alsicheinhamsterwar.de