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Der Hobbit – Eine unerwartete Reise

Juhu, andere mögen sich ja über andere Trailer freuen. Für mich ist der erste Trailer von Herr der Ringe-Nachfolger Der Hobbit schon das erste Weihnachtsgeschenk. Ja, Der (sic!) Hobbit – ohne klein – endlich hat man den Fehler der vor Jahrzehnten in der Erstübersetzung gemacht hat ausgebügelt. Danke dafür.

Außerdem toll: Evangeline Lilly, die nach Lost nie wieder vor der Kamera stehen wollte ist mit dabei. Gut, sie hat einen Charakter abbekommen, der im Buch nicht wirklich vorkommt, aber man wird sehen. Und es gibt wohl auch eine Rahmenhandlung, die es rechtfertigt, dass weitgehend alle Charaktere aus den Herr der Ringe-Teilen auch mit dabei sind. Hach, was bin ich gespannt. Am 14.12.2012 geht’s los.

Hier der Trailer:

Dogma

Wenn man sich mal überlegt, wer da alles dabei ist: Chris Rock, Matt Damon, Ben Affleck, Selma Hayek, Alan Rickman – nicht schlecht für einen dezidierten B-Movie. Regisseur Kevin Smith muss einen wahrhaft großen Freundeskreis haben. Und eine ausgiebige Teeanager Fantasie.

Der Film kalauert sich in Fäkal- und Sexual-Sprache durch alle Dogmen des Katholizismus in Begleitung der einzigen Blutsverwandten von Jesus Christus, die zwei gefallene Engel davon abhalten muss eine katholische Kirche zu betreten, weil sie dadurch einen Generalablass erhalten würden. Dass sie dabei unter anderem von drei dämonischen Street Hockey Jugendspielern aus Wisconsin und einem „Scheiß“-Dämon aufgehalten werden soll, erklärt sich nie hundertprozentig.

Trotzdem ist der Film eine wilde Gaudi, der einfach Spaß macht. Und Jay & Silent Bob sind wie immer grandiose Filmfiguren. Ich vergebe an Dogma 8 von 10 Sternen.

Rating: ★★★★★★★★☆☆ 

Die Chroniken von Narnia – Der König von Narnia

Da hat man uns aber was untergejubelt. Ich dachte immer, dass das Buch von C.S. Lewis mit dem großartigen Original-Titel The Lion, the Witch and the Wardrobe eine seichte Kindergeschichte ist, die sich leicht an Herr der Ringe und Alice im Wunderland anlehnt.

Das mit dem seicht stimmt zwar, aber ansonsten ist das ganze eine böse Mixtur aus christlich-apologetischer Symbolik und mit äußerster Flachheit gezeichneter Charaktere. Das ist alles so doof, das hätte ich einem irischen Autor kaum zugetraut. Selbst die CGI-Effekte sind zweitklassig.

Finger weg von diesem Unsinn!

Rating: ★★★★☆☆☆☆☆☆ 

Der letzte Tempelritter

Man hat man diesen Film schlechtgeschrieben. Thematisch mit Hexen, Hexenverfolgung und dem guten Tempelritter auf dem Weg von den Kreuzzügen zurück in seine Heimat, klingt das zwar nicht wahnsinnig kreativ, aber auch nicht so schlimm. Der Film ist es trotzdem – es ist einfach einfallslos diese Geschichte zu erzählen, auch wenn man sie auf Titty Twister-gerecht verpackt. Man hat zu jedem Zeitpunkt das Gefühl diese Story schon gesehen zu haben. Vielleicht eine neue Form von Mash-Up, oder sollen wir einfach dankbar für jeden aktuellen Film sein, der kein Prequel oder Sequel ist?

Noch dazu: da möchte man doch wieder den Menschen erschießen, der sich diesen deutschen Filmtitel ausgedacht hat (Original: Season of the Witch), und den der sich den englischen ausgedacht hat mit dazu, der ist nämlich auch blöd und unpassend. Zusammengefasst: auch dieser Film ein Ärgernis.

Rating: ★★★★★☆☆☆☆☆ 

Sucker Punch

Mhpf, habe den Film jetzt gesehen und bin maßlos enttäuscht. Selten so einen Blödsinn gesehen, dabei hatte ich mich doch so gefreut auf die Zombie-Nazis und vor allem auf die Zeppeline, aber irgendeinen roten Faden hätte ich mir schon gewünscht.

Und Selbst-Ironie erlaubt sich der Film auch nur an einer einzigen Stelle zu Beginn des Films. Bis dahin ist auch noch die bruchstückhafte Erzähltechnik gute und hervorzuheben. Danach verliert sich der Film jedoch in der bloßen Hülle seiner selbst.

Rating: ★★★★★☆☆☆☆☆ 

Harry Potter und die Heiligtümer des Todes (2)

So endet also alles. Oder zumindest das Harry Potter Universum nach 7 Büchern und 8 Filmen. Und was man davon lernen kann ist meines Erachtens eine Menge über Verwertungsketten im modernen Marketing und über Filme, die sich allzu genau an literarischen Vorlagen orientieren.

Nicht bös gemeint, ich verstehe die verzwickte Lage, den Leseratten rund um die Harry Potter Bücher gerecht zu werden. Letztendlich gelingt es auch durch beinahe buchstäbliche Werkstreue, da hat Frau Rowling gut aufgepasst. Für den Otto-Normal-Filmästhet geht die Rechnung nicht immer auf.

Spätestens seit David Yates sind die Filme auf handwerklich wirklich hohem Niveau. Der siebte Teil war grandios, aber das Finale hat mich persönlich doch etwas enttäuscht. Wichtige Akteure der Handlung aus 6 bzw. 7 vorherigen Teilen verlieren binnen Bruchteilen von Szenen ihr Leben. Und dass, obwohl sich gar nicht so wahnsinnig viel Story auf die letzten 3 Stunden Harry Potter verteilt. Dann gibt es da noch dieses unübersichtliche (aber alles entscheidende) Wirrwarr um vertauschte Zauberstäbe. Ich bin verwirrt.

Klar, ist das alles logisch, wenn man die Bücher gelesen hat. Aber ein Film ist kein Buch. Ich jammere gerne auf hohem Niveau, wie ihr seht.

Rating: ★★★★★★★☆☆☆ 

Cronos

Die Auswahl der Filme, die ich mir anschaue, hat verschiedene Logiken. Heute mal ein Film aus der Kategorie Vervollständigung des Œuvre eines spannenden Regisseurs. Und Guillermo del Toro hat mit Pans Labyrinth und Hellboy tolle Filme gemacht, umso spannender seine mexikanischen-filmischen Wurzeln zu betrachten.

Cronos ist das mexikanische Nosferatu – mystisch-magisch, so wie man auch die Literatur aus diesem Land kennt. Ein Alchimist flieht im 16. Jahrhundert vor der spanischen Inquisition in die neue Welt. Er ist auf der Suche nach dem ewigen Leben und das Werkzeug dafür nennt er Cronos-Device. Im Jahr 2003 findet ein ältlicher Antikwarenhändler eben diesen Cronos.

Rating: ★★★★★★★☆☆☆ 

Pans Labyrinth

Hellboy Regisseur Guillermo del Toro hat mit Pans Labyrinth ein grandioses Meisterwerk geschaffen. Fälschlicherweise wurde der Faun, um den es im Originaltitel noch geht, in einen Pan verwandelt. Für einen Fantasy-begeisterten Menschen werden das ganz andere Assoziationen geweckt. Und alles nur, weil „faun“ im Englischen zu ähnlich einem „fawn“ (Rehkitz) klingt.

Der Film spielt 1944 im faschistischen Spanien und ist anders als die Cinematographie und das Bühnenbild suggerieren mag äußerst brutal und düster. Ein Mädchen flüchtet sich in eine surreale Fantasiewelt und muss dort zahlreiche Aufgaben erfüllen. Die Realität zwischen Partisanenkampf und Gewaltdiktatur ist einfach zu brutal für sie.
Ich hab ihn damals schon im Kino gesehen. Und irgend ein Programmdirektor meinte wohl er würde gut zu Weihnachten passen und packte ihn ins Fernsehprogramm am 1. Weihnachtsfeiertag. Tut er natürlich nicht. Aber er ist trotzdem großartig. Nur halt nichts für schwache Nerven. Viel Blut.

Rating: ★★★★★★★★★☆ 

Harry Potter und der Feuerkelch

Und der nächste Harry Potter Film im Review. Die Blu-Ray-Box hat sich auf jeden Fall gelohnt. :)

Harry Potter und der Feuerkelch kam 2005 raus – also vor 5 Jahren. Und ich nehm das jetzt mal als symptomatisch, dass ich mich an so gut wie nichts aus diesem Film erinnern konnte. Als wäre er belanglos. Dabei ist er das für die Story keinesfalls. Die Totesser proben einen ersten Aufstand und Lord Voldemort (der großartige Ralph Fiennes) hat seinen ersten wirklichen Auftritt. Geblieben ist dennoch nicht viel. Regisseur Mike Newell hat einfach nicht viel falsch, aber auch nichts so richtig richtig gemacht.

So bleibt das Fazit: Muss man gesehen haben, wenn man die anderen 7 auch sehen will.

Rating: ★★★★★★★☆☆☆