Kategorie-Archiv: Jugendfilm

Rushmore

rushmoreHui, da hat mich mal wieder ein Film umgehauen, den ich nur zufällig nachts auf einem öffentlich-rechtlichen Spartenkanal gesehen habe. Rushmore, mal wieder Coming-of-Age, eine verschrobene Geschichte von dem 15-jährigen Überflieger Max Fisher, der ein Projekt nach dem nächsten an seiner Schule aus der Taufe hebt.

So viele, dass er kaum mit seinen schulischen Leistungen hinterherkommt. Überhaupt ist er nur an der Privat-Schule Rushmore, weil ihn der Direktor entdeckt hat, und er seine unendliche Kreativität schätzt. Allerdings geht sein Projekt, eine junge Lehrerin zu erobern, kräftig in die Hose. Ob es wirklich Liebe ist, kann man nicht sagen, aber Jason Schwartzman und Bill Murray arbeiten sich so grandios an der mystischen jungen Witwe gespielt von Olivia Williams ab. Das man seinen Blick nicht abwenden kann.

Dramaturgisch gleicht das Ganze eher einem Feuerwerk. Am Ende zünden alle Raketen, alle verschwurbelten Fallstricke, die Regisseur Wes Anderson zuvor ausgelegt hat. Überhaupt steht bei Wes Anderson ja das Bild im Vordergrund und er hat seine eigene Cinematografie entwickelt, die man aus The Royal Tenenbaums kennt (und aus Moonrise Kingdom kennen sollte). Ich werde mir glaube auch noch alle anderen Filme anschauen, die Wes Anderson so dirigiert hat.

Rating: ★★★★★★★★★★ 

Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen

Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen ist dann doch eher nochmal für eine Kategorie jüngere Zuschauer gedacht als ich es angenommen hatte. Ich vermute die Zielgruppe hat eher Vorschulalter. Mh, und da muss man schon sagen, das ist dann ja etwas grenzwertig, den Film als Erwachsener zu bewerten.

Er ist natürlich unendlich voraussehbar und wenig überraschend und dadurch auch wenig lustig. Aber er ist gut gemeint und größtenteils auch recht gut umgesetzt. Ich fand ihn ehrlich gesagt nicht annähernd so lustig wie zum Beispiel ein Shrek oder Monster Inc., aber die Zielgruppe ist dort wohl auch nochmal ein Stück älter.

Ich gebe der Geschichte rund um den jungen Erfinder, der einen Maschine in den Himmel jagt, die Essen aus Wolken produzieren kann jedenfalls nur 6 Sterne.

Rating: ★★★★★★☆☆☆☆ 

Das Rotkäppchen-Ultimatum

Der erste Independent-CGI-Film war ja angeblich Die Rotkäppchen-Verschwörung, die mit Witz und Charme gängige Märchen-Trickfilm-Klischees veräppelte, und nun folgt also das Sequel. Ein Sequel, das man besser hätte bleiben lassen. Das Rotkäppchen-Ultimatum ist eher nur ein schwacher Abklatsch. Die Gags aus dem ersten Teil funktionieren einfach nicht zum zweiten mal.

Zudem: wenn man den ersten Teil nicht gesehen hat ist man total hilfslos, denn die Charaktere weichen doch sehr stark vom üblichen Bild des Betrachters ab. Irgendwie geht der Film also an beiden Betrachtergruppen etwas vorbei. Insgesamt fand ich ihn nur stellenweise lustig, aber nach den lätzten Reinfällen z.B. mit Sucker Punch, konnte ich damit dann doch ganz gut leben.

Rating: ★★★★★★☆☆☆☆ 

Kriegerin

Nachdem ich vor kurzem den Producer des Films Kriegerin kennenlernen durfte, will ich das gute stück, den ich noch nicht gesehen habe zumindest mal mit seinem ersten Trailer vorstellen. Der Film lief jetzt beim Filmfest in München in der Premiere und ist etwas gewalttätig, das sei vorab gesagt. Dargestellt wird die „Karriere“ eine Neonazistin in einer Kleinstadt, irgendwo im Osten Deutschlands – wobei das auch leicht in den Westen übertragbar gewesen wäre. Dass aber auch vor einem solchen Setting eine komplexe Milieu- und Charakterstudie möglich ist, deutet der Trailer jedenfalls schon an.

Ich hoffe, ich kann den Film im Kino sehen und muss nicht bis zum Versenden des Films als Kleines Fernsehspiel im ZDF warten. Achja, und Hauptdarstellerin Alina Levshin hat schon in dem großartigen ARD-Fernseh-10-Teiler Im Angesicht des Verbrechens eine super Figur gemacht.
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Das Geheimnis von Green Lake

Mal wieder ein Jugendfilm. Disney hat da ja in den letzten Jahren nicht immer das glücklichste Händchen gehabt. Die haben schon viel Mist produziert und für Hannah Monatana würde ich persönlich ja gerne Blut fließen sehen. Aber gut …

Holes ist ein wahnsinnig guter Film – komplex und einfach zugleich. Ein Western, ein Jugendknast, ein etwas trotteliger Unschuldiger als Leitfigur und ein dunkler Fluch der auf seiner Familie lastet. Noch dazu: Rassenthematik in den USA des vorletzten Jahrhunderts – mal könnte fast glauben, das ist alles zuviel für so einen kleinen Film. Aber es passt.

Das liegt natürlich auch an der Buchvorlage, die ebenfalls toll ist und die ich gerade im Original lese. 😉

Rating: ★★★★★★★★★☆