Archiv für den Monat: August 2013

Pitch Black – Planet der Finsternis

pitch-blackAls ich Pitch Black das erste mal gesehen habe, konnte ich den Film überhaupt nicht einordnen. Er war eigentlich zu einfach, um ein guter Science Fiction Film zu sein, aber dennoch zieht er einen absolut in seinen Bann. Mit seinen an losen Enden hängenden Ideen und seinen Figuren.

Das Transporter Raumschiff Hunter-Gratzner stürzt auf einem wüsten Planeten ab, es gibt nur ein knappes Dutzend Überlebende. Die meisten sind muslimische Pilger, unter ihnen ist aber auch der Gefangene Riddick. Pech für die Gruppe, dass über den Planeten gerade die Nacht einbricht, was sie nur alle 22 Jahre tut. In der Nacht kommen zahlreiche Alien-Monster an die Oberfläche und versuchen alles zu verspeisen, deren sie habhaft werden.

Und so entschließt sich die Gruppe alles auf die Karte Riddick zu setzen, dem mystischen und äußerst einsilbigen Einzelgänger, von dem keiner seine Verbrechen kennt. Doch der Charakter trägt den Film so ungemein gut, dass 4 Jahre später ein weiterer Film in die Kinos kam (Riddick – Chroniken eines Kriegers), und dieses Jahr ist es soweit, dass es auch einen dritten Teil geben wird (Riddick: Dead Man Stalking). Ich bin schon sehr gespannt.

Rating: ★★★★★★★★★☆ 

Rushmore

rushmoreHui, da hat mich mal wieder ein Film umgehauen, den ich nur zufällig nachts auf einem öffentlich-rechtlichen Spartenkanal gesehen habe. Rushmore, mal wieder Coming-of-Age, eine verschrobene Geschichte von dem 15-jährigen Überflieger Max Fisher, der ein Projekt nach dem nächsten an seiner Schule aus der Taufe hebt.

So viele, dass er kaum mit seinen schulischen Leistungen hinterherkommt. Überhaupt ist er nur an der Privat-Schule Rushmore, weil ihn der Direktor entdeckt hat, und er seine unendliche Kreativität schätzt. Allerdings geht sein Projekt, eine junge Lehrerin zu erobern, kräftig in die Hose. Ob es wirklich Liebe ist, kann man nicht sagen, aber Jason Schwartzman und Bill Murray arbeiten sich so grandios an der mystischen jungen Witwe gespielt von Olivia Williams ab. Das man seinen Blick nicht abwenden kann.

Dramaturgisch gleicht das Ganze eher einem Feuerwerk. Am Ende zünden alle Raketen, alle verschwurbelten Fallstricke, die Regisseur Wes Anderson zuvor ausgelegt hat. Überhaupt steht bei Wes Anderson ja das Bild im Vordergrund und er hat seine eigene Cinematografie entwickelt, die man aus The Royal Tenenbaums kennt (und aus Moonrise Kingdom kennen sollte). Ich werde mir glaube auch noch alle anderen Filme anschauen, die Wes Anderson so dirigiert hat.

Rating: ★★★★★★★★★★ 

Bet, Raise, Fold

Innerhalb des Profi-Poker-Zirkus gibt es einen Namen der aktuell das lauteste Geräusch macht: Marvin ‚MadMarvin’ Rettenmaier. Der 26-jährige Poker-Spieler aus Berlin kam durch den Erfolg im Online Poker zu einiger Prominenz, was ihm zu einem Platz im Profi-Poker verhalf. Obwohl Rettenmaier zuletzt von Mike Watson vom Bluff Power Rankings Thron gestoßen wurde, ist er immernoch einer der gefürchtesten Spieler eines Pokerspiels durch seine Taten in der World Series of Poker im letzten Jahr. Rettenmaiers Erfolg erinnert dabei stark an den eines weiteren deutschen Spielers von vor 10 Jahren Chris Moneymaker. 2003 war Moneymaker die Weltsensation als er als erster Online Poker Qualifikant die Weltmeisterschaften gewann.

Im 21 Jahrhundert wurden wir also Zeuge davon, dass das Internet die Profi-Poker-Landschaft gehörig veränderte. Dies inspirierte zum Dokumentarfilm Bet Raise Fold.
Es gab schon so viele Filme mit Poker, meistens fokussierten sie sich auf fiktionale Ereignisse im Kasino. Aber Bet, Raise, Fold ist anders. Es zeigt die Realität. Der Film schmückt sich nicht mit Hollywood-Stars oder hochbezahlten Regisseuren. Er zeigt ganz normale Menschen, die Poker genutzt haben, um ihr Leben auf den Kopf zu stellen.

Der wichtigste Charakter des Films ist der Las Vegas Pro und World Poker Tour Co-Gastgeber Tony Dunst, die junge Mutter Moon-Andseren aus Minnesota und der australische Abenteurer Martin Bradstreet. Diese drei sprechen über ihre Reisen und ihre Opfer, die sie für ihre Familien und ihren Traum erbringen. Neben diesen Charakteren zeigt der Film auch einige der prestige-trächtigsten Spieler der großen Pokerturniere, wie World Poker Tour, die partypoker.com Premier League und die World Series of Poker. Unter ihnen Poker-Profi Vanessa Selbst, der „Ambassador of Poker“ Mike Sexton, und Fernsehmoderator und Modell Liv Boeree. Die 2M2MM-Stars Jay Rosenkrantz und Ryan Firpo führten die Regie bei Bet, Raise, Fold, und produziert wurde das ganze vom Poker-Unternehmer Taylor Caby.

Rosenkrantz sagte, die Idee des Films sei im Forum Two Plus Two entstanden. 2006 wurde ein aktives Mitglied in dieser Community und dort traf er den Poker-Enthusiast Dean Strachan. Die zwei tauschten außergewöhnliche Geschichten über Pokerspieler aus, die ihr Leben komplett durch Online Poker finanzierten. Rosenkrantz haben diese Geschichte so bewegt, dass er diese auf die große Leinwand bringen wollte. Die beiden posteten ihre Ideen über das Projekt in das Forum und Regisseur Ryan Firpo war dort ebenfalls Mitlied und kontaktierte Rosenkrantz. Die beiden realiserten ihr Filmprojekt tatsächlich und mit Hilfe der Crowdfunding-Plattform Kickstarter.

Leider gibt es noch keine Informationen, ob der Film außerhalb der USA in die Kinos kommt. Aber auf der offiziellen Webseite kann man sehen, warum der Film vermutlich der wichtigste Poker-Film aller Zeiten ist.

Rating: ★★★★★★★☆☆☆