Archiv für den Monat: Februar 2011

Das Geheimnis von Green Lake

Mal wieder ein Jugendfilm. Disney hat da ja in den letzten Jahren nicht immer das glücklichste Händchen gehabt. Die haben schon viel Mist produziert und für Hannah Monatana würde ich persönlich ja gerne Blut fließen sehen. Aber gut …

Holes ist ein wahnsinnig guter Film – komplex und einfach zugleich. Ein Western, ein Jugendknast, ein etwas trotteliger Unschuldiger als Leitfigur und ein dunkler Fluch der auf seiner Familie lastet. Noch dazu: Rassenthematik in den USA des vorletzten Jahrhunderts – mal könnte fast glauben, das ist alles zuviel für so einen kleinen Film. Aber es passt.

Das liegt natürlich auch an der Buchvorlage, die ebenfalls toll ist und die ich gerade im Original lese. 😉

Rating: ★★★★★★★★★☆ 

Poll

Vorschau von Poll gesehen. Vielleicht erwarte ich mir jetzt nach dem Klasse-Film Das weisse Band zuviel. Aber die Vorkriegs-/ Kaiserendzeit in Norddeutschland ist offensichtlich ein reizvolles Szenario für die deutsche Filmförderung. 😉

Jedenfalls kommt der Film am heutigen Donnerstag (3.Februar in die Kinos) und obwohl ich trotz Vorschau nicht so ganz verstanden hab worum es geht (also ganz ähnlich wie in Das weisse Band), bin ich zuversichtlich, dass ich auch diesen filmisch umgesetzten Klassenkampf zu schätzen weiß, wenn die Liebesgeschichte den Film nicht ruiniert.

Und weil es um das Baltikum geht … auch estland.blogspot.com schreibt über den Film und da ist ja Dr. Axel Reetz, dessen Publikationen mich bei meiner Magisterarbeit über die Parteiensysteme des Baltikums massgeblich unterstützt haben, als Blogger aktiv. Einen Gruß geht also an dieser Stelle nach Riga.

Andere Blog-Kommentare:

Black Swan

Nochmal Black Swan. Wir haben den jetzt im Kino angesehen und es war echt toll. Dass er so gut ist, damit hätte ich nicht gerechnet. Meinetwegen hätte der CGI-Einsatz noch ein wenig subtiler sein können. Aber das ganze war optisch und vom Sujet her absolut stimmig. Daumen hoch und 10 Punkte von mir.

Die Darstellung der Körperlichkeit hat mich besondes beeindruckt. Das ganze erinnerte mich an Filme des Regisseurs David Cronenberg, der ja auch immer sehr plastisch mit Körperwelten gearbeitet hat (z.B. eXistenZ). Aber Darren Aronofsky macht das ganz großartig – und Natalie Portman und Mila Kunis (bekannt durch die Serie Die Wilden 70er und übrigens die Stimme von Meg Griffin in Family Guy) sind auch ein tolles Paar. 😉

Rating: ★★★★★★★★★★ 

Das turbogeile Gummiboot

Ha, normalerweise beschwere ich mich ja immer über die unsensiblen Übersetzungen englisch-sprachiger Filmtitel. Und dann kommt so ein Film und ich muss den deutschen Titel ausdrücklich loben. Das öffentlich-rechtliche Nachtprogramm hielt diese Perle des Trash-Kinos parat. Der wohl dümmste, plakativste, chauvinistischste und vorhersehbarste Film aller Zeiten, den ich jemals gut fand.

Verschämte Oben-Ohne-Szenen im prüden Amerika. So ein bisschen wie Eis am Stil, aber mit mehr Sport und dem amerikanischen Gefühl, dass es jeder schaffen kann. Ein Rennen im Gummiboot um einen Pokal, was das mit Prestige zu tun haben soll – man weiß es nicht. Das ist im Nachblick nicht wirklich witzig, aber erstaunlich. Von der IMDB gibt es da eine Negativ-Wertung von 5.1 und ich kann mich auch nicht zu mehr als 5 Sternen durchringen. Und das, :)

Rating: ★★★★★☆☆☆☆☆